Hochwasserhilfe

Die Intention unseres Vereines ist die Unterstützung der Bürger in und um Gemünden vor, während und nach Hochwasserkatastrophen. Unsere Leistungen beginnen bei Materialstellung und gehen über den Bau von Hochwasserstegen, Füllen und Verteilen von Sandsäcken bis zu Hilfeleistungen wie z.B. das Auspumpen von Kellern.

Hier ein kleiner Einblick in unseren ersten Hochwassereinsatz nach der Neugründung:

Das Hochwasser im Winter 2002/2003 war der erste Hochwassereinsatz, den die neugegründete GFH absolvieren musste. Im Nachhinein wurde in vielen Regionen die Naturkatastrophe als Jahrhunderthochwasser betitelt, für die neue Mannschaft war es die Feuertaufe.

Von der Stadt Gemünden alarmiert, begannen die ersten Mitglieder das Material für die angeforderten Stege zu verladen.

Aufgabe war es, einen Steg in der Mühltorstraße in Gemünden zu errichten, da hier zu diesem Zeitpunkt schon ca. 40 cm Wasser auf der Straße standen.

Kaum fertig mit dem Steg, wurde die Mannschaft nach Schönau gerufen, es galt „ein paar Sandsäcke“ zu einer Familie zu bringen, die ihre Eingangstür sichern wollten, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Doch den Helfern bot sich ein weit beunruhigenderes Bild. In mehreren Häusern drohte das Wasser einzubrechen. Die lokale Feuerwehr und freiwillige Helfer waren schon zugange. Die Helfer der GFH mussten noch an die hundert Sandsäcke füllen…mit dem Sand des Kindergartenspielplatzes in Seifriedsburg…!

Parallel versuchte eine zweite Truppe mit dem Sturmboot zum Vereinsheim der Hundezüchter ins Gemündener Industriegebiet zu gelangen. Es war komplett mit Wasser umschlossen und somit nicht mehr zu Fuß erreichbar. Die Helfer und zwei Mitglieder des Hundezüchtervereines sicherten Gegenstände und einen Bauwagen, der wegzutreiben drohte.

Das stetig steigende Wasser zwang die Helfer im Bereich Mühltorstraße zu weiteren Maßnahmen. Im Bauhof Gemünden wurden mit Unterstützung der Feuerwehr Gemünden und der Firma Brückner Bau zahllose Sandsäcke gefüllt und über die errichteten Stege zu den Haushalten getragen.

   

Kaum die Arbeiten erledigt, wurde vom Autohaus Hotz „Land unter“ gemeldet. Mit der kurz zuvor erworbenen Schmutzwasserpumpe und ca. 5 Mann rückte die GFH an und begann Lagerräume hochwasserfrei zu pumpen und mehrere Fahrzeuge aus der Hochwasserzone zu schleppen.

Der Rest der Nacht gestaltete sich Gott sei Dank ruhig. Die nächsten Tage beinhalteten lediglich Kontrollgänge und das Auspumpen eines Raumes des Fischervereins Gemünden.

Am Dienstag, den 07.01. wurde der Steg wieder abgebaut.

Die Helfer der Gemündener Hochwasserhilfe können stolz auf sich sein!